Japans stille Küsten
Reiseüberblick
„Japans stille Küsten“ ist eine besondere Expeditionskreuzfahrt mit der SH Minerva zwischen Otaru und Hiroshima, die in beiden Richtungen angeboten wird. Die Route führt entlang der weniger bereisten Küsten Japans und verbindet Hokkaido, Nord-Honshū, die traditionsreiche Sado-Insel, die historischen Hafenstädte Maizuru und Sakaiminato sowie Busan in Südkorea. Zu den Höhepunkten zählen die eindrucksvolle Passage durch die Kanmon-Straße, ursprüngliche Küstenlandschaften und faszinierende Einblicke in die japanische Kultur.
Freuen Sie sich auf traditionelle Tarai-bune-Boote auf der Sado-Insel, das malerische Fischerdorf Ine mit seinen historischen Bootshäusern und die kulturellen Schätze der Region Kyoto. Japanische Gartenkunst, traditionsreiches Handwerk und historische Hafenstädte prägen die Reise ebenso wie die lebendige koreanische Kultur in Busan. Die Verbindung aus ursprünglicher Natur, jahrhundertealten Traditionen und außergewöhnlichen Kulturerlebnissen macht diese Expedition zu einer besonderen Möglichkeit, Japan abseits der klassischen Reiserouten kennenzulernen.
Warum diese Reise besonders ist
Japans weniger bereiste Küste
Die Route folgt der ruhigen Seite Japans am Japanischen Meer – mit historischen Hafenstädten, ursprünglichen Fischerdörfern, abwechslungsreichen Küstenlandschaften und Regionen, die abseits der klassischen Reiserouten liegen.
Sado, Ine und Kyoto
Traditionelle Tarai-bune-Boote auf der Sado-Insel, die historischen Funaya-Bootshäuser in Ine sowie der berühmte Bambuswald und der Tenryū-ji-Tempel in Kyoto-Arashiyama zeigen die kulturelle Vielfalt Westjapans.
Japanische Gärten und Kultur
Der preisgekrönte Garten des Adachi Museum of Art, der Yūshien-Garten, historische Burgen, traditionelle Märkte und regionale Kultur vermitteln authentische Einblicke in Japans Geschichte und Lebensart.
Busan, Kanmon-Straße und Miyajima
Die Hafenmetropole Busan, die spektakuläre Passage durch die Kanmon-Straße und der UNESCO-geschützte Itsukushima-Schrein auf Miyajima setzen eindrucksvolle Akzente zwischen Kultur, Natur und maritimer Geschichte.
Bilder dieser Reise
Route mit Raum für besondere Momente
1. Tag Otaru / Hokkaido, Japan
Ihre Reise „Japans stille Küsten“ beginnt in Otaru auf Hokkaido, der nördlichsten Hauptinsel Japans. Die Hafenstadt bewahrt bis heute viel von ihrer historischen Handelsatmosphäre: restaurierte Lagerhäuser, der romantische Otaru-Kanal, viktorianische Straßenlaternen und kleine Geschäfte für Glaswaren, Spieluhren und regionale Spezialitäten prägen das Stadtbild.
Otaru war einst ein bedeutender Hafen der Heringsindustrie und spielte eine wichtige Rolle in der Entwicklung Hokkaidos. Auch die erste Eisenbahnlinie der Insel endete hier, was die wirtschaftliche Bedeutung der Stadt zusätzlich unterstreicht.
Nach der Einschiffung auf die SH Minerva bleibt Zeit, sich mit dem Schiff vertraut zu machen und auf die kommenden Tage entlang der weniger bereisten japanischen Küsten einzustimmen.
2. Tag Hakodate / Hokkaido, Japan
Hakodate liegt im Süden von Hokkaido und gehört zu den geschichtsträchtigen Hafenstädten Japans. Die Stadt ist besonders für ihre frischen Meeresfrüchte bekannt, die täglich auf dem Morgenmarkt angeboten werden. Zwischen kleinen Ständen, Fisch, Krabben und lokalen Spezialitäten zeigt sich das maritime Leben der Region sehr unmittelbar.
Ein besonderes Wahrzeichen ist der Berg Hakodate, der mit einer Seilbahn erreichbar ist und einen weiten Blick über Stadt, Hafen und die schmale Landzunge bietet. Auch die heißen Quellen der Region gehören zur Identität Hakodates.
Bekannt ist die Stadt zudem für die berühmten Schneeaffen, die im Tropischen Botanischen Garten von Hakodate in den Thermalquellen von Yunokawa Onsen baden. Meeresküche, Hafenblick, Thermalquellen und nördliche Inselatmosphäre machen diesen Tag zu einem stimmungsvollen Auftakt in Japan.
3. Tag Sakata / Honshū, Japan
Sakata ist eine Hafenstadt am Mogami-Fluss und blickt auf eine reiche Handelsgeschichte zurück. Während der Edo-Zeit florierte die Stadt durch den Handel mit Reis und Saflor. Die traditionellen Sankyo-Reisspeicher von 1893, beschattet von Zelkova-Bäumen, erinnern bis heute an diese Zeit.
Gleich zwei inkludierte Ausflugsvarianten führen zum heiligen Berg Haguro, einem der drei Berge der Dewa-Sanzan-Pilgerroute. Die anspruchsvollere Variante folgt dem vollständigen Pilgerweg mit 2.446 Steinstufen durch uralte Zedernwälder bis zum Schrein Sanjin Gosaiden. Unterwegs begegnen Sie jahrhundertealten Schreinen, der fünfstöckigen Pagode und der spirituellen Verbindung von Buddhismus und Shintō.
Die zweite inkludierte Variante bietet eine kürzere Pilgererfahrung mit rund 600 Stufen und kombiniert einen Teil des historischen Weges mit einem Transfer zum Gipfel. Optional wird der Ausflug „Sakata und die Kitamae-Kaufleute“ angeboten, der das Homma-Kunstmuseum, den Sanno-Club und die Reisspeicher in den Mittelpunkt stellt.
4. Tag Ogi / Insel Sado, Japan
Mit Ogi erreichen Sie den reizvollen Hafen der Insel Sado. Die Insel ist für ihre zerklüfteten Küsten, versteckten Strände, üppige Landschaft und lebendige Kultur bekannt. Historisch war Sado auch ein Ort der Verbannung für Künstler, Gelehrte und Persönlichkeiten des politischen Lebens.
Ein inkludierter Ausflug verbindet das Dorf Shukunegi mit einer Fahrt in den traditionellen Tarai-bune, runden Holzbooten, die ursprünglich aus einfachen Wannen entwickelt wurden. Diese Boote wurden über Generationen perfektioniert, um zwischen Felsen, Riffen und engen Buchten Seetang und Schalentiere zu sammeln. Anschließend erkunden Sie Shukunegi mit seinen schmalen Gassen und den Häusern früherer Schiffsbauer.
Alternativ ist der inkludierte Ausflug „Dorf Shukunegi und Taiko-Trommel-Workshop“ möglich. Dabei lernen Sie die weltbekannte Taiko-Gruppe Kodo kennen, erhalten Einblicke in die Trommelkunst und erleben eine eindrucksvolle Vorführung. Optional führt eine E-Bike-Erkundung von Ogi entlang der Küste, über die Chojagabashi-Brücke und zur Mushiya-Bucht.
5. Tag Ine / Maizuru, Japan
Am Vormittag besuchen Sie das Fischerdorf Ine auf der Tango-Halbinsel. Entlang der geschützten Bucht reihen sich rund 230 traditionelle Funaya, hölzerne Bootshäuser, deren Erdgeschoss direkt als Bootsgarage dient, während darüber seit Generationen gewohnt wird. Dieses einzigartige Ortsbild hat sich über Jahrhunderte kaum verändert und zählt heute zu den schönsten Küstensiedlungen Japans.
Anschließend erreichen Sie Maizuru, das einst als bedeutender Marinestützpunkt diente. Der inkludierte Ganztagesausflug führt Sie nach Kyoto in den Stadtteil Arashiyama. Sie besichtigen den berühmten Tenryū-ji, einen der bedeutendsten Zen-Tempel Japans mit seinem historischen Garten, spazieren durch den eindrucksvollen Bambuswald und besuchen das moderne Fukuda Art Museum, das eine bedeutende Sammlung japanischer Malerei beherbergt. Alternativ werden fakultative Ausflüge zur Geschichte Maizurus oder nach Amanohashidate, einer der drei berühmtesten Landschaften Japans, angeboten.
6. Tag Maizuru, Japan
Der Vormittag steht Ihnen zur freien Verfügung, um Maizuru auf eigene Faust zu erkunden oder die Annehmlichkeiten an Bord zu genießen. Die Hafenstadt ist von bewaldeten Hügeln umgeben und besitzt eine bewegte Geschichte als ehemaliger Marinestützpunkt und Rückkehrhafen japanischer Kriegsheimkehrer. Historische Backsteinspeicher, Aussichtspunkte über die tief eingeschnittene Bucht und kleine Tempel prägen das Stadtbild. Am Nachmittag setzt die SH Minerva ihre Reise entlang der Küste Westjapans fort und nimmt Kurs auf die Präfektur Tottori. Während der Fahrt bieten sich immer wieder schöne Ausblicke auf die abwechslungsreiche Küstenlandschaft des Japanischen Meeres.
7. Tag Sakaiminato, Japan
Sakaiminato wirkt auf den ersten Blick wie eine ruhige Hafenstadt, bietet aber eine überraschend vielfältige Mischung aus Meeresküche, Manga-Kultur und Natur. Fischmärkte und Restaurants sind für Matsuba-Schneekrabbe, Sakaiminato-Lachs, Felsaustern und weitere Spezialitäten bekannt.
Der inkludierte Ausflug führt zum Adachi-Kunstmuseum und in den Yushi-en-Japanischen Garten. Das Adachi-Kunstmuseum beherbergt Werke moderner japanischer Kunst und ist zugleich für seine außergewöhnlichen Gärten berühmt, darunter Moosgarten, Teichgarten, Teegarten und Kiefern-Garten. Im Yushi-en-Garten auf der Daikon-Insel erwarten Sie Wasserfälle, Steinlandschaften und eine große Sammlung japanischer Pfingstrosen.
Optional können Sie ein Abendessen mit Aufführung traditioneller Volkslieder in Mihonoseki erleben, inklusive Miho-Schrein, Sake-Fass-Zeremonie, regionalem Menü, Shamisen, Taiko-Trommeln und Tanz. Weitere optionale Ausflüge führen zum Schloss Matsue und zur Mingei-Handwerksbewegung oder zu einem Naturspaziergang am Berg Daisen mit Mittagessen.
8. Tag Busan, Südkorea
Heute erreicht die SH Minerva Busan, die zweitgrößte Stadt Südkoreas. Strände, Berge, Hochhäuser, Märkte, Meeresfrüchtegassen und kreative Stadtviertel prägen diese dynamische Hafenmetropole. Das Gamcheon Culture Village, einst ein Flüchtlingsviertel, ist heute ein farbenfrohes Kunstquartier an den Hängen der Küstenberge.
Der inkludierte Ausflug „Die Geschichte von Busan“ verbindet den UN-Gedenkfriedhof, das Busan-Museum und den Gukje-Markt. Am UN-Gedenkfriedhof wird der Opfer des Koreakriegs gedacht; im Busan-Museum erhalten Sie Einblicke in die regionale Kultur und Geschichte. Den Abschluss bildet der lebendige Gukje-Markt, ein weit verzweigtes Labyrinth aus Waren, Streetfood, Mode und Alltagsleben.
Optional führt ein Ganztagesausflug zu den UNESCO-Schätzen von Gyeongju, der alten Hauptstadt der Silla-Dynastie, mit Bulguksa-Tempel, Tumuli-Park und Nationalmuseum. Eine weitere optionale Tour verbindet das Gamcheon Kulturviertel, den Songdo-Strand-Skywalk und den Jagalchi-Fischmarkt.
9. Tag Karatsu / Kanmon-Straße, Japan
Zurück in Japan besuchen Sie zunächst die traditionsreiche Burgstadt Karatsu auf der Insel Kyūshū. Die Stadt ist seit Jahrhunderten für ihre hochwertige Keramikkunst bekannt und wird von einer eindrucksvollen Burg überragt. Entlang der Küste erstreckt sich der berühmte Kiefernwald Niji-no-Matsubara, der zu den schönsten Landschaften Japans zählt.
Im weiteren Verlauf der Reise durchquert Ihr Schiff die spektakuläre Kanmon-Straße, die die Hauptinseln Honshū und Kyūshū voneinander trennt. Die enge Wasserstraße zählt zu den meistbefahrenen Schifffahrtswegen Japans und bietet eindrucksvolle Ausblicke auf die imposante Kanmon-Brücke sowie die Städte Shimonoseki und Moji. Der inkludierte Ausflug verbindet Aussichtspunkte über die Meerenge mit einem Besuch des lebhaften Karato-Fischmarktes und des historischen Akama-Schreins. Alternativ stehen unter anderem Ausflüge in die ehemalige Samurai-Stadt Chōfu oder zum eindrucksvollen Kalksteinplateau von Akiyoshidai mit seiner riesigen Tropfsteinhöhle zur Wahl.
10. Tag Uwajima, Japan
Mit Uwajima erreichen Sie die Insel Shikoku. Über der Stadt erhebt sich die historische Uwajima-Burg, eine der wenigen original erhaltenen Burgen aus der Edo-Zeit. Wer den kurzen Aufstieg unternimmt, wird mit einem herrlichen Blick über die Stadt und die zerklüftete Küste belohnt. Ebenfalls sehenswert ist der gepflegte Tensha-en-Garten, dessen Teiche, Brücken und Bambushaine eine Oase der Ruhe bilden. In der Umgebung liegt außerdem das historische Städtchen Uchiko, dessen gut erhaltene Kaufmannshäuser und traditionellen Holzbauten einen lebendigen Eindruck vom Japan des 18. und 19. Jahrhunderts vermitteln. Genießen Sie den letzten Tag Ihrer Kreuzfahrt inmitten authentischer Landschaften und historischer Orte.
11. Tag Hiroshima / Honshū, Japan
In Hiroshima endet Ihre Reise entlang Japans stiller Küsten. Die Stadt steht weltweit für Frieden, Erinnerung und Widerstandskraft. Friedenspark, Friedensmuseum und Genbaku-Dom gehören zu den eindrucksvollsten Gedenkstätten Japans und machen Hiroshima zu einem bewegenden Abschluss dieser Route.
Der inkludierte Ausflug führt zur heiligen Insel Miyajima und zum UNESCO-Welterbe Itsukushima-Schrein. Mit Bus und Fähre erreichen Sie die Insel; schon während der Überfahrt zeigt sich das berühmte rote Torii, das bei Flut scheinbar auf dem Wasser schwebt. Der Schrein geht auf das 6. Jahrhundert zurück und gilt als einer der schönsten spirituellen Orte Japans.
Optional können Sie eine erweiterte Ganztagestour Hiroshima und Miyajima mit japanischem Mittagessen wählen. Diese verbindet Miyajima mit Friedenspark, Atombombenkuppel und Friedensmuseum. Ebenfalls optional ist der vertiefende Ausflug Friedenspark und Museum, der sich ganz der Geschichte Hiroshimas und der Erinnerungskultur widmet.
Route mit Raum für besondere Momente
1. Tag Hiroshima – Zwischen Geschichte und Gegenwart
Ihre Reise beginnt in Hiroshima, einer Stadt, die auf eindrucksvolle Weise bewegte Geschichte und modernes japanisches Leben miteinander verbindet. Orte des Gedenkens erinnern an die Vergangenheit, während lebendige Stadtviertel und gepflegte Grünanlagen das heutige Stadtbild prägen. Die Umgebung begeistert mit ruhigen Küstenlandschaften und bedeutenden kulturellen Stätten. Hiroshima bildet einen nachdenklich stimmenden und zugleich faszinierenden Auftakt zu Ihrer Reise entlang der japanischen Küsten.
2. Tag Beppu & Kanmon-Straße – Heiße Quellen und eindrucksvolle Küstenlandschaften
Heute erreichen Sie Beppu auf der Insel Kyushu, eine der bekanntesten Thermalquellenregionen Japans. Besonders eindrucksvoll sind die Jigoku Meguri, die sogenannten „siedenden Höllen“, deren leuchtende Farben, blubbernder Schlamm und aufsteigende Dampfschwaden ein faszinierendes Naturschauspiel bieten. In der Umgebung können Sie im Takasakiyama-Affenpark wildlebende Japanische Makaken beobachten oder die historischen buddhistischen Steinstatuen von Usuki entdecken. Anschließend führt Ihre Reise durch die Kanmon-Straße, eine der meistbefahrenen Wasserstraßen Japans, die die Inseln Honshu und Kyushu voneinander trennt. Die Passage durch die schmale Meerenge mit ihren starken Strömungen bietet abwechslungsreiche Ausblicke auf die Küstenlandschaften und die imposante Kanmon-Brücke, die beide Inseln miteinander verbindet.
3. Tag Karatsu – Keramikkunst und historische Küstenlandschaften
An der Nordküste Kyushus erwartet Sie die traditionsreiche Hafenstadt Karatsu, deren Geschichte eng mit der japanischen Keramikkunst verbunden ist. Über der Bucht erhebt sich die Burg Karatsu, deren Ursprünge bis ins frühe 17. Jahrhundert zurückreichen. Von ihrer Lage auf einer kiefernbewachsenen Landzunge eröffnen sich schöne Ausblicke auf die Küste.
Die Stadt ist besonders für ihre Karatsu-Keramik bekannt, die seit Jahrhunderten bei traditionellen japanischen Teezeremonien Verwendung findet. Noch heute bewahren Töpferwerkstätten und Brennöfen in der Umgebung dieses bedeutende Kunsthandwerk. Ein weiteres landschaftliches Highlight ist Niji-no-Matsubara, ein kilometerlanger Küstenkiefernwald, der zu den drei berühmtesten Kiefernhainen Japans zählt.
4. Tag Busan – Südkoreas lebendige Hafenmetropole
Heute erreichen Sie Busan, die zweitgrößte Stadt Südkoreas und eine der bedeutendsten Hafenmetropolen Ostasiens. Zwischen bewaldeten Hügeln, weitläufigen Stränden und modernen Stadtvierteln entfaltet sich eine faszinierende Mischung aus Tradition und Gegenwart.
Lebhafte Märkte, geschäftige Hafenanlagen und historische Gedenkstätten vermitteln einen Eindruck von der kulturellen Vielfalt der Stadt. Im Gegensatz zu den beschaulichen japanischen Küstenorten erwartet Sie hier eine pulsierende Metropole mit einer ganz eigenen Atmosphäre. Entdecken Sie die Kontraste zwischen traditionellem koreanischem Alltagsleben und moderner Großstadtkultur.
5. Tag Sakaiminato – Küstenkultur und japanische Gartenkunst
Mit Sakaiminato erreichen Sie eine charmante Hafenstadt an der Westküste Japans, deren Leben seit jeher vom Fischfang geprägt ist. Die Stadt ist bekannt für ihre frischen Meeresfrüchte und ihre enge Verbindung zur japanischen Folklore.
Die abwechslungsreiche Umgebung reicht von ruhigen Küstenlandschaften bis zu bewaldeten Bergen. Gepflegte japanische Gärten und interessante Museen vermitteln Einblicke in die kulturellen Traditionen der Region. Nach dem lebhaften Busan genießen Sie hier die entspannte Atmosphäre einer kleineren japanischen Küstenstadt.
6. Tag Ine – Traditionelle Bootshäuser an der Küste
An der Nordküste der Tango-Halbinsel erwartet Sie mit Ine eines der malerischsten Fischerdörfer Japans. Entlang einer geschützten, nahezu kreisrunden Bucht reihen sich rund 230 traditionelle Bootshäuser, die sogenannten Funaya, unmittelbar am Wasser aneinander.
Diese außergewöhnlichen Holzhäuser vereinen seit Jahrhunderten Wohnen und Fischerei: Während im Erdgeschoss die Boote untergebracht werden, befinden sich darüber die Wohnräume. Das denkmalgeschützte Dorf hat seinen ursprünglichen Charakter weitgehend bewahrt. Besonders vom Wasser aus bietet sich ein faszinierender Blick auf die nahezu geschlossene Reihe der historischen Bootshäuser, die zu den ungewöhnlichsten Küstenansichten Japans zählt.
7. Tag Maizuru – Maritime Geschichte und kulturelle Schätze
Die Hafenstadt Maizuru blickt auf eine bedeutende maritime Vergangenheit zurück. Während der Meiji-Zeit entwickelte sich der Ort zu einem wichtigen Marinestützpunkt. Noch heute zeugen historische Backsteinlagerhäuser und die weitläufigen Hafenanlagen von dieser Epoche japanischer Geschichte. Die Umgebung eröffnet zugleich Möglichkeiten, die traditionsreiche Kultur der Region Kyoto kennenzulernen. Historische Tempelanlagen, klassische japanische Architektur und reizvolle Landschaften prägen das Hinterland. So verbindet dieser Aufenthalt die maritime Geschichte Maizurus mit Einblicken in die kulturellen Traditionen Japans.
8. Tag Wajima – Lackkunst und lebendige Traditionen
Auf der landschaftlich reizvollen Noto-Halbinsel liegt die Hafenstadt Wajima, die seit Jahrhunderten für ihre hochwertige Wajima-nuri-Lackkunst bekannt ist. Die aufwendig gefertigten Lackwaren zeichnen sich durch ihre besondere Haltbarkeit und kunstvolle Gestaltung aus. Ein eigenes Museum widmet sich dieser traditionsreichen Handwerkskunst.
Zu den kulturellen Besonderheiten der Stadt zählt der historische Asaichi-Morgenmarkt, dessen Ursprünge rund tausend Jahre zurückreichen. Traditionell bieten Händler hier regionale Produkte, frische Meeresfrüchte und kunsthandwerkliche Erzeugnisse an. In der Kiriko-Halle können Sie außerdem die eindrucksvollen, bis zu 15 Meter hohen beleuchteten Festwagen kennenlernen, die bei den traditionellen Sommerfesten der Region eine zentrale Rolle spielen.
9. Tag Ogi, Insel Sado – Traditionen und ursprüngliche Inselnatur
Heute entdecken Sie die faszinierende Insel Sado, eine der größten Inseln Japans. Der kleine Hafenort Ogi ist besonders für seine traditionellen Tarai-bune bekannt – runde Holzboote, die seit Generationen von den Fischern der Region genutzt werden.
Sado besitzt eine bewegte Geschichte und diente einst als Verbannungsort für Künstler, Gelehrte und politische Persönlichkeiten. Heute begeistert die Insel mit ihrer ursprünglichen Natur, zerklüfteten Küsten, versteckten Stränden und grünen Hügellandschaften. Berühmt ist Sado außerdem für seine lebendige Taiko-Trommeltradition, die durch international bekannte Musiker weit über Japan hinaus Bekanntheit erlangt hat.
10. Tag Sakata – Historische Handelsstadt am Mogami-Fluss
Die Hafenstadt Sakata verdankt ihren einstigen Wohlstand dem Handel mit Reis und Saflor. Noch heute erinnern prächtige Kaufmannshäuser und historische Lagergebäude an die wirtschaftliche Bedeutung der Stadt während der Edo-Zeit.
Besonders sehenswert sind die Sankyo-Reisspeicherhäuser aus dem Jahr 1893, die von mächtigen Zelkova-Bäumen beschattet werden und heute teilweise kulturellen Einrichtungen und Geschäften Platz bieten. Das Honma-Kunstmuseum vermittelt mit seiner Kunstsammlung und seinen gepflegten Gärten einen Eindruck vom Lebensstil wohlhabender Kaufmannsfamilien. Ein weiterer kultureller Anziehungspunkt ist das Ken-Domon-Museum, das dem bedeutenden japanischen Fotografen gewidmet ist und unter anderem seine eindringlichen Aufnahmen von Überlebenden des Atombombenabwurfs auf Hiroshima zeigt.
11. Tag Hakodate – Hafenflair und heiße Quellen auf Hokkaido
Mit Hakodate erreichen Sie die südliche Küste von Hokkaido, Japans nördlichster Hauptinsel. Die lebendige Hafenstadt ist besonders für ihre hervorragenden Meeresfrüchte bekannt, die täglich auf dem traditionellen Morgenmarkt angeboten werden.
Über der Stadt erhebt sich der Berg Hakodate, der bequem mit einer Seilbahn erreichbar ist und einen eindrucksvollen Panoramablick auf die Stadt und die umliegenden Meeresbuchten bietet. Die Region ist außerdem für ihre zahlreichen heißen Quellen bekannt. Eine besondere Attraktion ist der Tropische Botanische Garten von Hakodate im Gebiet Yunokawa Onsen, wo Japanische Makaken während der kalten Jahreszeit in warmen Thermalbecken baden.
12. Tag Otaru – Historische Hafenstadt auf Hokkaido
Ihre Reise endet in Otaru, einer traditionsreichen Hafenstadt an der Westküste Hokkaidos. Die Stadt hat einen großen Teil ihres historischen Charakters bewahrt. Besonders stimmungsvoll ist der Otaru-Kanal, an dessen Ufern restaurierte Lagerhäuser und historische Straßenlaternen an die Blütezeit des Seehandels erinnern.
Heute beherbergen die ehemaligen Speichergebäude gemütliche Restaurants, kleine Geschäfte und Werkstätten, in denen unter anderem die berühmten Otaru-Glaswaren, Spieluhren und regionaler Sake angeboten werden. Auch die Geschichte der einst bedeutenden Heringsindustrie ist vielerorts präsent. Historische Kaufmannshäuser und die prächtige Heringsvilla am Stadtrand erzählen vom früheren Wohlstand der Region. Mit diesen Eindrücken klingt Ihre abwechslungsreiche Reise entlang der Küsten Japans und Südkoreas aus.
Transparent geplant, persönlich ergänzt
Enthaltene Leistungen
- Schiffsreise (10 bzw. 11 Nächte, je nach Reisetermin) in der gebuchten Kabinenkategorie von Otaru nach Hiroshima oder in umgekehrter Richtung.
- Vollpension an Bord inkl. aller Getränke während der Mahlzeiten, sowie aller Bar- und Minibargetränke (einige Premium-Alkoholsorten sind davon ausgenommen)
- Der Zugang zum WiFi ist kostenfrei (für datenintensive Anwendungen sind Premium-Paket gegen Aufpreis erhältlich)
- Trinkgelder an Bord
- Englischsprachiges Expeditionsteam und wissenschaftliche Vorträge
- Alle Zodiacfahrten und Anlandungen während der Schiffsreise
- Alle genannten Ausflüge laut Reiseverlauf
Nicht enthalten
- Reiserücktritt- und Abbruchversicherung (empfohlen)
- Auslandskrankenversicherung inkl. Krankenrücktransport (obligatorisch)
- Alle optional zubuchbare Aktivitäten
Flug, Hotel und individuelle Verlängerung
Verlängerung
Einreisebestimmungen entlang Ihrer Route
Tagesaktuelle Einreise-, Visa- und Gesundheitshinweise für alle Länder dieser Route – inklusive E-Mail-Benachrichtigung bei Änderungen.
Angaben ohne Gewähr, Änderungen durch die Behörden vorbehalten. Quelle: Passolution – tagesaktuell gepflegt.
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18.–29. Juni 2028
11 Nächte Route
- Dauer
- 11 Nächte
- Preis p.P. ab:
- ab 9.450 €bei Doppelbelegung
- Schiff
- SH Minerva
- Status
- Verfügbar
Reise-Nr.: M8528061811
3.–13. Oktober 2028
10 Nächte Route
- Dauer
- 10 Nächte
- Preis p.P. ab:
- ab 7.400 €bei Doppelbelegung
- Schiff
- SH Minerva
- Status
- Auf Anfrage
Die Expeditionskreuzfahrt „Japans stille Küsten“ führt mit der SH Minerva von Otaru auf Hokkaido nach Hiroshima und zeigt Japan aus einer ungewöhnlichen Perspektive. Statt der viel bereisten Pazifikseite folgt die Route der ruhigeren Küste am Japanischen Meer – einer Region, die durch Handel, Isolation, Handwerk und lokale Traditionen geprägt wurde.
In Otaru und Hakodate begegnen Sie Hokkaidos maritimer Geschichte, bevor Sakata mit Reisspeichern und den Pilgerwegen am Berg Haguro spirituelle Tiefe eröffnet. Auf der Insel Sado verbinden sich Tarai-bune-Boote, Taiko-Trommeln und das historische Dorf Shukunegi. Maizuru öffnet den Zugang nach Kyoto-Arashiyama, während Sakaiminato mit Kunstmuseum, japanischen Gärten, Manga-Kultur und Meeresküche überrascht.
Der Abstecher nach Busan ergänzt koreanische Geschichte, Märkte und Stadtleben. Zurück in Japan folgen Shimonoseki mit der Kanmon-Meerenge, Beppu mit dampfenden Thermalquellen und Hiroshima mit Miyajima und der bewegenden Friedensgeschichte. Eine Reise für Gäste, die Japan, Kultur, Küstenlandschaften und komfortable Expedition verbinden möchten.
Häufige Fragen
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- ab 7.400 €bei Doppelbelegung
Die SH Minerva führt zwischen Otaru und Hiroshima entlang der weniger bereisten Küsten Japans. Die Reise wird in beiden Richtungen angeboten und verbindet Hokkaido, die Sado-Insel, Maizuru, Sakaiminato, Busan und die Kanmon-Straße zu einer abwechslungsreichen Entdeckungsreise mit historischen Hafenstädten, ursprünglichen Fischerdörfern, eindrucksvollen Gärten und faszinierenden Kulturlandschaften.
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